Tapete entfernen: So gelingt es einfach und schnell

Eine neue Wandgestaltung bereitet vielen Heimwerkern Freude und auch, wer die Malerarbeiten vielleicht nicht so mag, erfreut sich spätestens am Ergebnis. Doch bevor Sie mit der kreativen Gestaltung beginnen, steht meist eine etwas unangenehme Aufgabe an: Alte Tapete entfernen. Es ist zwar unter Umständen möglich, neue Tapeten einfach über einen vorhandenen Wandbelag zu kleben, doch dazu muss die vorhandene Tapete eine sehr glatte Oberfläche haben und besonders fest haften. Die Strukturen einer Raufaser oder Prägetapete würden durch die neue Tapete drücken und sichtbar werden. Zudem kann durch eine zweite Tapetenschicht die Haftung eingeschränkt sein, sodass sich die Tapete schon nach kurzer Zeit an einzelnen Stellen wieder löst. Lesen Sie hier einige Tipps, wie Sie einfach und schnell die alte Tapete entfernen.

Tapetenbahnen trocken abziehen

Die Idealfall ist: Sie können die alte Tapete einfach trocken abziehen. Je nach Untergrund, verwendetem Kleber und Art der Tapete gelingt es, ganze Bahnen einfach abzuziehen. Lösen Sie dazu mit einem Spachtel vorsichtig die Tapete an den unteren Ecken und versuchen Sie anschließend die gesamte Bahn von der Wand abzuziehen. Bei einer gut lösbaren Tapete verfahren Sie so Bahn für Bahn und die Arbeit geht schnell voran.

Tapete entfernen mit Hilfe von Wasser und Tapetenlöser

Oft lässt sich nicht die gesamte Tapete einfach trocken von der Wand abziehen. An einzelnen Stellen haftet der alte Wandbelag besonders gut und will sich einfach nicht lösen. In diesen Fällen können Sie die Tapete mit Hilfe von Wasser und Spülmittel oder speziellem Tapetenlöser großzügig einweichen. Vor dem Auftrag von Wasser und Tapetenlöser sollten Sie die Tapete perforieren, damit die Feuchtigkeit über die gesamte Fläche schnell einzieht. Mithilfe eines Cuttermessers oder einer Nagewalze ritzen Sie dann die Tapete ein. Tragen Sie anschließend mit dem Quast Wasser mit Tapetenlöser auf, lassen die Feuchtigkeit etwa 15 bis 20 Minuten einwirken und beginnen Sie dann, mit dem Spachtel die Tapete zu lösen. Verbliebene Rückstände feuchten Sie noch einmal an und schaben Sie dann vorsichtig mit dem Spachtel ab. Eine Alternative zum Auftrag des Tapetenlösers mit dem Quast ist die Verwendung einer Pflanzenspritze oder einer handelsüblichen Sprühflasche, mit der Sie das Wasser großflächig aufsprühen.

Tapete von Gipskarton-Wänden

Wollen Sie von Gipskartonwand die alte Tapete entfernen? Dies kann eine besondere Herausforderung sein. Zum einen haftet die Tapete auf diesem Untergrund besonders fest und zum anderen können Sie nicht mit großen Wassermengen arbeiten, da Wasser den feuchtigkeitsempfindlichen Untergrund beschädigen kann. Auch die Behandlung der Tapete mit einem Cuttermesser oder einer Nagelwalze zieht den Untergrund wohlmöglich in Mitleidenschaft. Gute Erfolge erzielen Sie, wenn Sie die alte Tapete mit Schleifpapier aufrauen und anschließend vorsichtig mit einer Sprühflasche anfeuchten – immer nur die Fläche einweichen, die Sie als nächstes entfernen möchten. Nach einer Einwirkzeit von nur wenigen Minuten können Sie vorsichtig mit dem Spachtel die Tapete entfernen.

Tapete mit Dampf entfernen

Auch durch heißen Wasserdampf lassen sich Tapeten ablösen. Wenn Sie einen Dampfreiniger besitzen, sollten Sie diesen verwenden und den heißen Dampf direkt auf die Tapeten richten. Ein Tipp für Sie: Dampfreiniger leihen Sie bei Bedarf in vielen Baumärkten oder im Fachhandel für wenig Geld aus. In den Märkten sind darüber hinaus spezielle Dampftapetenablöser erhältlich. Nach der Anwendung lassen Sie den Wasserdampf nur kurz einwirken, da bei dieser Methode die Wärme den Lösungsprozess unterstützt. Ist der Wandbelag vollständig eingeweicht, schaben Sie die alte Tapete einfach mit einem Spachtel ab.

Tapete ablösen: Sorgen Sie für die nächste Renovierung vor

Bevor Sie die neue Tapete anbringen, ist es empfehlenswert, kleine Schäden in der Wand mit Reparaturspachtel wieder auszugleichen. Diese Löcher oder Dellen drücken sich ansonsten durch die neue Tapete und so wird das Ergebnis weniger ebenmäßig. Außerdem ist es ratsam bereits jetzt vorsorgen, um die Tapete bei der nächsten Renovierung leichter entfernen zu können: Streichen Sie dazu nach dem Trocknen der gespachtelten Flächen einen Tapetenwechselgrund auf die Wände, dann lässt sich die neue Tapete später leicht abziehen. Wenn Sie sich für eine Tapete entscheiden, die trocken abziehbar ist, werden die Vorarbeiten bei der nächsten Renovierung ebenfalls leichter von der Hand gehen.

 

Diese Materialien benötigen Sie, um Tapete zu entfernen:

  • Plane zum Schutz des Fußbodens
  • Eimer
  • Spachtel
  • Spülmittel oder Tapetenlöser
  • Quast, Schwamm oder Sprühflasche
  • Dampfreiniger oder Dampftapetenlöser
  • Nagelwalze oder Cuttermesser.

Zeigt sich Ihr alter Wandbelag besonders hartnäckig? Dann sollten Sie einen Experten um Rat bitten. Profis für die Renovierung finden Sie mit einem Malervergleich.